Definition:

BARF wurde von der Amerikanerin Debbie Tripp benutzt. Sie bezeichnete damit die Menschen, die ihre Hunde mit rohem, frischem Futter ernährten; Born Again Raw Feeders (neugeborene Rohfütterer) oder Bones And Raw Foods (Knochen und rohes Futter).

Swanie Simon übersetzte den Begriff BARF ins Deutsche mit Biologisch Artgerechte Rohfütterung und beschreibt Futter, das vom Tierbesitzer aus frischen Zutaten selbst hergestellt und möglichst roh verfüttert wird.

BARF – also eine artgerechte und gesunde Ernährung für Hunde und Katzen – folgt bestimmten Prinzipien beziehungsweise Regeln. Wenn du schaust, was eine Katze so frisst oder aber ein Wolf, wird schnell klar, dass BARF und eine artgerechte Ernährung nicht nur ein Stück Fleisch bedeutet. So wird von der Katze die erlegte Maus dann eher ganz verspeist oder aber ein Reh von Wölfen bis auf die großen Knochen, Geweih, und oft etwas Magen-Darm-Inhalt alles gefressen.

Bei BARF gibt es verschiedene Methoden, wie zum Beispiel Prey – hier wird das tatsächliche Beutetier verfüttert. Dann gibt es Frankenprey – das Futter wird einem Beutetier ähnlich „nachgebaut“, das heißt man beachtet den Gehalt an Muskelfleisch, Innereien, Knochen und so weiter anhand des Beutetiers des Hundes bzw. der Katze und „baut“ dies in den Futterplan ein. Das sogenannte „Suppi-BARF“, also BARF mit Supplementen betrachtet die Katze oder den Hund und schaut, was das Tier an Nährstoffen benötigt und deckt Nährstoffe unter anderem mit Nahrungsergänzungen, wenn die Werte rein rechnerisch nicht mit natürlichen Futtermitteln erreicht werden können.

Wenn ich also von BARF spreche, meine ich, dass die Nahrung möglichst aus natürlichen Futtermitteln anhand eines wild lebenden Beutetiers zusammengestellt wird und mehr als nur ein Stück Fleisch bedeutet. 

Und wie sieht jetzt so eine BARF-Ration aus?

BARF-Ration für einen gesunden Hund

Ich als Hund werde als fakultativer Karnivor bezeichnet, das bedeutet ich fresse auch mal anderes als nur Fleisch. Beobachtet man meinen „Verwandten“ Wolf oder aber Wildhunde, fressen diese nicht nur Fleisch, sondern auch Reste des Darminhalts des Beutetiers, Früchte und Kräuter, auch mal Kot.

Eine Ration für einen gesunden Hund besteht aus 80 % tierischem Anteil (Muskelfleisch, Pansen oder Blättermagen, Innereien, rohe fleischige Knochen, ein ausreichender Fettanteil) und 20% pflanzlichen Anteil (Gemüse und Obst) ohne Getreideanteil. Auch kann ein geringer Anteil Getreide gefüttert werden, ist aber nicht notwendig; hier verändern sich die Anteile Fleisch und Gemüse etwas. On Top bekommt ein gesunder Hund noch Öl für ein gutes Omega 3- und Omega 6-Verhältnis (dies ist meist nicht mehr optimal durch die Massentierhaltung) und sein Futter wird mit Algen, Kräuter, Nüsse Eier, Lebertran usw. ergänzt. Auch Milchprodukte sind für gesunde Hunde durchaus machbar.

BARF-Ration für eine gesunde Katze

Ich bin hingegen ein reiner Karnivor, die wenigen Ballaststoffe, die ich durch meine Beute zu mit nehme, machen nicht mehr als 5% meiner Nahrung aus. So besteht eine Ration für mich als gesunde Katze aus 95% tierischem Anteil (Muskelfleisch, Innereien, rohe fleischige Knochen, ein ausreichender Fettanteil) und nur 5% pflanzlichen Anteil, Ballaststoffen. Getreide hat in unserem Futter nichts verloren, ich bin nicht in der Lage, Kohlenhydrate wegen fehlender Enzyme zu verstoffwechseln. Ergänzt wird mein Futter ebenfalls mit einem tierischen! Omega-3-Öl wie Lachs- oder Krillöl sowie Algen, Lebertran, Eiern…

Kommt jetzt noch etwas Abwechslung in die Futterkomponenten, also 2-3 verschiedene Fleischsorten, die abwechselnd gefüttert werden, oder aber auch Abwechslung bei Obst und Gemüse ist eine gesunde, artgerechte Ernährung schon entstanden.

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